Frühförderung ist das Ein und Alles, erklärt die Schulleitung und lädt die beiden Jüngsten samt Mamas ein zum Erkundungsspaziergang in den Frühlingswald. Gewisse Tätigkeiten und Fertigkeiten benötigen aber nicht die allergeringste Frühförderung sondern sind begabten, wohlausgesuchten Labradorkindern sozusagen in die Wiege gelegt. Erklärten und demonstrierten jedenfalls Fellow (11 Wochen, hochbegabt) und Lasse (9 Wochen, natürlich auch hochbegabt aber primär hemmungslos) ihrer menschlichen Begleitung und warfen sich spontan, unmittelbar, mit Buddelattacke, Kopfstand und Schulterrolle in das einzige Schlammloch am Wegesrand…


Sie benötigten genau 30 Sekunden um sich von wohlriechenden, kuschligen Herzbuben in verschlammte Frischlinge zu verwandeln. 30 Sekunden, in denen die menschlichen Begleitungen mit offenem Mund, schallendem Gelächter und zunehmender Fassungslosigkeit untätig danebenstanden.

Die Schulleitung benötigte anschließend 3 gnadenlose Minuten pro hochbegabtem Frischling, um selbige im eiskalten Brunnen in etwa wieder zu sowas wie Herzbuben zu verwandeln, die zwar weder wohlriechend noch kuschlig, aber zumindest für den Transport im Schulauto akzeptabel waren. Heute auch wieder was gelernt…!
