Levi genießt die letzten Schäferstündchen mit Louise..

Auch für den Pfälzer Kuschelpudel Levi beginnt jetzt der Ernst des Führhundlebens. Während er hier noch die letzten Schäferstündchen mit seiner Louise genießt, soll er morgen dann seine gelernte Aufgabe bei Anette in Friedberg in die Tat umsetzen. Die beiden haben allerdings schon mal gut vorgeübt und während mehrerer gemeinsamer Wochenenden nicht nur probegekuschelt, sondern auch schon mal Apport und Banca erarbeitet. So ein Führhund hat doch wirklich viele Facetten...

Banca? Na ja, die Einschulung geht ja erst los...  Pudel hilft im Haushalt, schon praktisch, neue Klorolle bitte!

Wir gratulieren Claire, Louise und Levi zu einer super abgeschlossenen Ausbildung. Patenmama Dagmar sei hier besonders erwähnt, sie hat nämlich mit Kompetenz und Begeisterung unseren besten Apportierpudel geschaffen. Levi's Züchterin Esther Lauper ein großes Dankeschön für die Unterstützung unserer Arbeit! Und jetzt wünschen wir  Anette und Levi einen guten Einschulungsstart und das allerbeste für die gemeinsame Zukunft. Spaß sollten die beiden jedenfalls haben...

Gestern ist Manuela aus Stuttgart angereist, um im zwanzigsten (ich fass es nicht…) Jahr ihres Führhundhalterdaseins mit Tess, unserem Fräulein Fleißig, ihren dritten Führhund von uns in Empfang zu nehmen. Und als ich da mit Tess an der Leine auf dem Bahnsteig auf sie treffe, bleibt mir buchstäblich der Mund offen stehen, denn meine kleine Labradorhündin flippt unmittelbar, komplett und hundertprozentig aus. Ein rotbepelzter Flummi hüpft und japst und kriegt sich vor Freude kaum noch ein. Zwar hat Tess Manuela schon zweimal in Stuttgart besucht, und ist das zweite Mal auch über Nacht bei ihr geblieben, aber mit einer solchen Reaktion hat wohl keiner von uns irgendwie gerechnet. In der Folge weicht sie ihr dann auch nicht mehr von der Seite und signalisiert mir mehr als deutlich, wo von nun an ihr Platz und ihre Aufgabe ist. Sei es im Hotel, wo sie mit Manuela die nächsten Tage untergebracht ist, sei es beim ersten Spaziergang, den wir bei Traumwetter gleich an die Konstanzer Seestraße verlegen, oder sei es bei den ersten Führübungen, bei denen sie fast schon übereifrig unmittelbar ihr allerbestes geben will. Da ist man doch auch nach über zwanzig Jahren im Beruf mal wieder nur am Staunen…

Ein neues Dreamteam posiert vor Bodenseekulisse  Manu und Tess: schon sehr nahe!

Wir können dann auch wirklich unmittelbar mit der gemeinsamen Führarbeit beginnen. Kontaktübungen, Beziehungsaufbau, Vertrauensbildung? Hat Tess alles für sich allein geregelt. Manuela ist ihr neuer Mensch, ihr neuer Mittelpunkt und ihre Lebensaufgabe, genau das signalisiert sie mit einer Deutlichkeit, die nicht nur rührend, sondern einfach nur erstaunlich ist. Was geht da eigentlich vor im Kopf unserer Hunde? Tess zumindest scheint ihren Namen seinerzeit zu Recht bekommen zu haben: „Guiding Tess vom Gerretsfeld“, wie sonst?

Patenmama Susanne mit Baby Tess in der Schultertasche   Tess beim Probelauf mit der zukünftigen Family

Ich danke der Züchterfamilie Dammer für einen wunderbaren Welpen.Und ganz besonders danke ich Tess‘ Junghundtrainerin Susanne für einen weiteren großartig vorbereiteten Labrador, der mir die ganze Ausbildungszeit hindurch einfach nur Freude gemacht hat! Als „Schulhund“ war Tess im ersten Lebensjahr der absolute Klassenliebling und wurde auf das ihr früh zugedachte Leben als Führhund in einer Kinderfamilie bestens vorbereitet. So sind wir zuversichtlich, dass Tess in Zukunft nicht nur Manuela's Schatten, sondern im „Zweitberuf“ auch Kindermädchen und „Best Buddie“ der restlichen Familie sein wird. Eine große Aufgabe für unser kleines Mädchen!

 

Camelot in der Narzissenwiese

und Manitu in derselbigen, auch sehr fotogen!

...alles wird gut! smile

Heute müssen wir Abschied nehmen von einer unserer ganz Großen. Fast 14 Jahre durfte diese wunderbare kleine Labradorhündin unser Leben bereichern. Zwischen diesen Bildern liegen 10 Jahre. Die einjährige Emily während ihrer Ausbildung, voller Lebensfreude ihr Führgeschirr apportierend. Und die 11jährige Emily am Ende ihrer Berufskarriere. Der Gesichtsausdruck ist der gleiche geblieben, Emily war ihr Leben lang mit Feuereifer bei der Sache.

Die einjährige Emily apportiert begeistert ihr Führgeschirr  die 11jährige Führhündin am Ende ihrer Arbeitskarriere

Melanie hatte im Sommer 2002 diesen großartigen Wurf gezüchtet und den kleinen blonden Wirbelwind die ersten 8 Lebenswochen geprägt, gefördert und gepäppelt.

Gudrun hat Emily als Patenmutter aufgezogen, ihr das Apportieren des Telefons beigebracht, und die vielen Angebote abgewehrt, uns das bezaubernde Hundekind abzukaufen.

Für mich selbst war Emily immer einer meiner ganz besonderen Schüler gewesen, einer der einfach nur Freude gemacht hat, einer der immer sofort begriffen hat, worum es geht, schlichtweg einer derer, die dauerhaft präsent bleiben. Noch heute taucht Emily immer wieder und oft unerwartet auf verschiedensten Bildern, Videos und Präsentationen auf und zaubert ein Lächeln in mein Gesicht.

llona durfte Emily fast neun Jahre lang als verlässliche und heissgeliebte Führhündin und Lebensgefährtin bei sich haben. Eine wunderbare Partnerschaft, in der beide immer und vollumfänglich füreinander da waren.

Und schließlich Tina, langjährige Freundin von Ilona, die im Jahr ihrer eigenen Pensionierung der in die Jahre gekommenen Emily einen Pensionsplatz gegeben hat, der liebevoller und umsorgender nicht hätte sein können. Noch fast drei Jahre durfte Emily das Leben von Tina und ihrer Familie teilen.

Kleine Emily, du hat uns allen so unheimlich viel gegeben, wir werden dich nie vergessen!

Hallo zusammen,

wir haben heute unseren Labrador Nelson beerdigt und wir möchten uns bei Ihnen bedanken, dass wir so einen tollen Hund haben durften.

Vor ziemlich genau 13 Jahren wurde er bei uns ein Familienmitglied, da er wegen einem HD Befund aus der Blindenhundschule ausgemustert wurde. Da wir bereits einen Hovawart (25.01.2001) mit dem Namen Nelson hatten, haben wir den Labrador in Sam umbenannt. Die beiden waren bis zuletzt ein Herz und eine Seele.

Nelson alias Sam, seinerzeit der kräftigste und stoischste Welpe im Wurf  Alternativkarriere als Schutzhund...man ist ja flexibel!  beste Freunde ein ganzes Hundeleben. Sam und Nelson

Sein Werdegang:

Mit ca. 4 Jahren hatten wir Sam noch mal Röntgen lassen und man konnte, wenn überhaupt, nur eine leichte HD feststellen.

Mit unserem Hovawart haben wir eine Schutzhundausbildung gemacht und Sam durfte natürlich auch mit üben. Er hatte viel Spaß und hat oft viel besser am Versteck ein Vorsitz mit Verbellen gemacht als die meisten Hovawarte. (s. Bild)

2008 hatte er am After ein "teils papilläres, teils muzinöses Karzinom mit entzündlicher Infiltration“. Die Prognose war „ungünstig, da in hohem Maße die Gefahr der Rezidivierung und Metastasierung“ bestand. Der Tumor wurde entfernt und u.a. homöopathisch und mit Bioresonanztherapie behandelt. Er hat nie wieder damit Probleme gehabt!

Am 1.2.2013 musste eine Not-OP wegen einer massiven Bauchspeicheldrüsenentzündung vorgenommen werden. Noch während der OP wurden wir gefragt, ob er wieder aufwachen soll, da sehr viel Eiter im Bauchraum mit Organverklebungen sei. Irrtümlich hatte ich eine 50%ige Überlebenschance verstanden, nachträglich stellte sich heraus, dass sie nur 10-20% sei. Wir haben ihm glücklicherweise eine Chance gegeben und nach drei Wochen Intensivpflege konnte er wieder nach Hause und hat am 24.2.2013 wieder im Schnee Spaß gehabt. (s. Bild)  Trotz Verklebungen im Bauchraum hat er diesbezüglich nie wieder Probleme!! Auch hier hatten wir wieder zusätzlich mit alternativen Heilmethoden unterstützt.

Letzten Donnerstag, am 25.2.2016 begrüßte er wie immer sehr freudig meine Frau, als sie gegen 15:30 nach Hause kam. Doch dann hatte er plötzlich Schmerzen und meine Frau ist gleich zum Tierarzt. Der Verdacht war ein Milztumor, der aufgebrochen war und er hatte starke innere Blutungen. Während wir noch überlegten, ob wir ihm in dem Alter noch eine OP zumuten, ist er um 20:10 an den inneren Blutungen gestorben. Ich war leider beruflich unterwegs und konnte erst gegen 21 Uhr da sein. 

Für uns ist das alles sehr plötzlich, zumal wir seit 6 Monaten damit rechnen, dass unser 14 Jahre alter Hovawart wegen Cauda equina nicht mehr laufen kann und Sam bis zuletzt zwar etwas lauffaul (besonders bei Regen), aber immer gut gelaunt und verspielt war. 

Aber wir blicken dankbar auf eine sehr lange und schöne Zeit zurück, in der er uns immer wieder mit seinem Lebenswillen überrascht hat!

Liebe Grüße,

Matias & Claudia