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Im Gegensatz zum Ausland, wo die Führhundeschulen in der Regel als Stiftungen oder Vereine betrieben werden und durch Spendengelder finanziert werden, wird die Führhundeausbildung in Deutschland als Gewerbe betrieben.

Da der Beruf des Führhundeausbilders kein anerkannter Beruf ist und bei Eröffnung einer Schule keinerlei Qualifikation nachgewiesen werden muss, sieht sich der zukünftige Führhundehalter mit einer immer unübersichtlicher werdenden Vielzahl an Ausbildern und Schulen unterschiedlichster Qualität konfrontiert.

Um an eine seriöse Führhundeschule zu kommen, sollte man sich also unbedingt im Vorfeld gut informieren. Der Deutsche Verein für Blindenführhunde und Mobilitätshilfen hat seine Tätigkeit leider zum Ende des Jahres 2009 eingestellt. Beratung gibt es zum Beispiel beim Arbeitskreis der Blindenführhundhalter im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband oder beim Verein Lichtblicke.

Man sollte sich auch die Mühe machen, mehrere Schulen zu besuchen. Im Gespräch mit dem Schulleiter oder Ausbilder sowie bei einem Probelauf mit einem Hund in der Ausbildung findet man am besten heraus, ob man sich bei einer Schule gut aufgehoben fühlen kann.

Die International Guide Dog Federation

In der International Guide Dog Federation sind Führhundeschulen aus der ganzen Welt zusammengefasst. Im Gegensatz zum europäischen und außereuropäischen Ausland, wo inzwischen so gut wie jede anerkannte Schule Mitglied ist, gibt es in Deutschland nur zwei Mitgliedschulen, die sich verpflichtet haben, nach den einheitlichen internationalen Standards zu arbeiten.

Alle Mitglieder werden im fünfjährigen Turnus einer umfassenden Betriebsprüfung unterzogen und profitieren von den alle zwei Jahre stattfindenden Fortbildungsseminaren.

Die Mitgliedschulen unterstützen sich auch gegenseitig durch Austausch von Welpen, Zuchthunden und Auszubildenden.